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Jagd

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Jagd ist eine der ältesten Formen von Ressourcen-Nutzung, neben dem Sammeln gleichsam die Urform überhaupt. Jedoch haben sich im Laufe der Geschichte sowohl die jagdlichen Rahmenbedingungen als auch die Einstellungen der Gesellschaft zum Thema Jagd tiefgreifend verändert.

 
Definition

Das Wiener Landesjagdgesetz definiert Jagd wie folgt:

"Die Jagd ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Volkswirtschaft und gründet sich auf das Jagdrecht. Das Jagdrecht ist das ausschließliche Recht, in einem bestimmten Jagdgebiete den jagdbaren Tieren nachzustellen, sie zu verfolgen, zu fangen, zu erlegen und sich anzueignen; es umfaßt ferner das ausschließliche Recht, sich Fallwild, verendetes Wild, Abwurfstangen sowie Eier des Federwildes im Jagdgebiete anzueignen."

Das Aneignen von Abwurfstangen - das sogenannte "Stanglsuchen" ist nach dem Jagdgesetz als Wilddiebstahl zu ahnden.


Aufgaben und Motive

Früher:


Primär zur Gewinnung von Nahrung und Tierteilen (Hörner, Fell, Zähne etc.) zur Weiterverarbeitung
Als Freizeitbeschäftigung für Adelige
Als Zeichen der Macht des Herrscherhauses (Statussymbol)

Heute:


Im Vordergrund stehen: Ökologie (Naturschutz), Nachhaltigkeit und Wildtiergerechtigkeit (Weidgerechtigkeit)
Freizeitaktivität mit Verantwortung
ALs Wirtschaftsform zur "Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln" - Wildfleisch-Direktvermarktung

Jagdkultur

Jagd ist neben dem Sammeln die Urform der menschlichen Ressourcen-Nutzung. Zur Jagd gehören das jagdliche Brauchtum, die Jägersprache  sowie die Jagdmusik. Alles das hat in Österreich große Tradition. Jagd ist heute auch ein nicht mehr wegzudenkender Wirtschaftsfaktor (Jagdwaffen, Jagdbekleidung, Jagdfahrzeuge, Jagdliteratur etc.)


Jagdrecht

Jagd ist in Österreich untrennbar mit dem Besitz von Grund und Boden verbunden. Die Jagd ist in Österreich Landessache. Seit 1947 gibt es das Wiener Landesjagdgesetz. Damit man in Österreich jagen darf, muss man eine Jagdprüfung absolvieren und umfangreiche Kenntnisse aus den Bereichen Umweltschutz, Wildökologie, Naturschutz, Ökologie, Land- und Forstwirtschaft, Waffenkunde, Fischerei, Hygiene und Erste Hilfe nachweisen. Die Jagdprüfung befähigt die Jäger/innen zum weidgerechten , nachhaltigen und ökologischen Handeln.  


Die Bewirtschaftung der Jagdgebiete kann folgendermaßen erfolgen: In Form einer Selbstbewirtschaftung, der Bewirtschaftung durch den Eigentümer oder der Eigentümerin, durch eine Verpachtung oder durch eine Gemeindejagd

Jagd ist in Österreich untrennbar mit dem Besitz von Grund und Boden verbunden. Die Jagd ist in Österreich Landessache. Seit 1947 gibt es das Wiener Landesjagdgesetz.

Für eine umsichtige Hege und einen geordneten Jagdbetrieb bedarf es im Revier zweckvoller Einrichtungen, die weitestgehend unauffällig bleiben sollen. Dazu gehören Hochsitze, Schirme, Fütterungen, Salzlecken, Pirschsteige und Jagdhütten. Für die Anlage dieser Reviereinrichtungen ist das Einverständnis der Grundbesitzer/innen einzuholen.

Es gibt Jahresjagdkarten, ermäßigte Jagdkarten und Jagdgastkarten. Voraussetzung für die Ausstellung einer Jahresjagdkarte ist der Nachweis der jagdlichen Eignung, der Nachweis einer Jagdhaftpflichtversicherung und es dürfen keine der im Gesetz genannten Verweigerungsgründe vorliegen.

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedenste Jagdarten entwickelt, welche jeweils in speziellen Situationen bzw. bei der Jagd auf bestimmte Tierarten am geeignetesten sind. Die wichtigsten sind:

Der verantwortungsvolle und sichere Umgang mit der Waffe ist für den Jäger oder die Jägerin eine Selbstverständlichkeit. Gerade bei Gesellschaftsjagden, an denen mehrere Menschen teilnehmen, ist die Disziplin jedes/jeder Einzelnen äußerst wichtig. Die Jägerinnen und Jäger müssen sich dabei an die Anweisungen des Jagdleiters bzw. der Jagdleiterin halten.

Die Jagd gehört zu den ältesten Formen der Nahrungsgewinnung – von ihr geht eine Aura des Archaischen aus. In der Geschichte der Jagd spiegelt sich die Geschichte der Menschheit wider. Heute wird die Jagd von einem größeren Personenkreis betrieben als jemals zuvor.

Der Jagdschutz umfasst den Schutz des Wildes vor Futternot, Raubwild, Raubzeug und vor Wilderern und die Verpflichtung, auf eine Ausübung der Jagd nach den Regeln der Weidgerechtigkeit und nach den Bestimmungen des Jagdgesetzes hinzuwirken.

Jagdhunde (Canis lupus familaris) sind eine Gruppe von Haushunderassen, die in unterschiedlicher Art und Weise - ihrem Charakter entsprechend - den Jäger/innen hilfreich zur Seite stehen. Die Unterstützung eines Hundes ist besonders nach dem Schuss notwendig, um das erlegte oder angeschossene Tier zu finden. In der Wasserjagd sind Hunde unverzichtbar.

Die Qualität der Jagdausrüstung ist ein wichtiger Faktor für die Jagdsicherheit und die Weidgerechtigkeit. Auf dieser Website wollen wir über aktuelle Trends berichten.

In Österreich üben etwa 110.000 Jäger flächendeckend die Jagd aus. Jeder Jagdkarteninhaber und jede Jagdkarteninhaberin ist Mitglied mindestens eines Landesjagdverbandes, die neun Bundesländer-Landesjagdverbände repräsentieren daher 100% der österreichischen Jäger/innen.

Jagdwaffen sind so alt wie die Jagd selbst. Im Laufe der Geschichte war die Waffentechnik ein wesentlicher Bestandteil der Lebenskultur. Sie war für das Überleben von Völkern entscheidend. Die heutige Jagdwaffen sind hochpräzise Geräte, deren Handhabung und Sicherung vom Gesetzgeber klar geregelt ist.

Jagdbares Wild ist nach dem Wiener Landesjagdgesetz genau definiert. Tiere, die dort nicht vorkommen unterliegen dem Naturschutzgesetz. Die jagdbaren Wildtiere werden unterschieden in Haarwild und Federwild.

Wildbret ist heute ein österreichisches Qualitätsprodukt. Dazu hat die Wildfeischverordnung von 1994 einen großen Beitrag geleistet. Wie Wildfleisch richtig behandelt wird, ist hier in 10 Punkten zusammengefasst.

Die Kenntnis über die Wildkrankheiten und deren Entstehen gehören zum Grundlagenwissen jedes Jägers und jeder Jägerin. Wichtig ist das richtige Verhalten bei ausgebrochenen Seuchen, um größere Wildverluste zu verhindern. Neben dem richtigen Ansprechen der Wildtiere spielt auch die Wildbrethygiene eine große Rolle. Das gilt vor allem für auf den Menschen oder Haustiere übertragb

Das Wissen über die Bedeutung der Wildökologie, Biotop, Biozönose, Energiefluss und Stoffkreislauf ist für den Jäger und die Jägerin das Ausüben einer ökosytemen Jagd grundlegend.

Beunruhigung des Wildes und ein zu hoher Wildbestand können zu erheblichen ökologischen und wirtschaftlichen Schäden führen. Zuwachsverluste, Stabilitätsverluste und Wertverluste sind die Folge.

In Österreich gibt es zahlreiche Einrichtungen, die sich wissenschaftlich mit Wildtieren, Jagd und Ökologie auseinander setzen. Die wichtigsten werden hier angeführt.

 

Bild 1: Rehbock c) Jan Hüffmeier, www.janhueffmeier.com
Bild 3: Eichhörnchen c) flickr.com
Bild 5: Schmetterling c) dvux, flickr.com


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